Großes Engagement des TTVSA bei den German Open
Spielfrei für die German Open
Zum vierten Mal waren die German Open in Magdeburg zu Gast. Möglich hat das auch der Tischtennis Verband Sachsen-Anhalt um ihren Präsidenten Konrad Richter gemacht. Am German Open Wochenende war im Verband sogar spielfrei. Für ihr Engagement wurden sie am Ende mehr als belohnt.
Willi Baur 13.11.2017

 

Dass sich der Tischtennis-Verband Sachsen-Anhalt immer wieder um Großveranstaltungen bemüht, hat gute Gründe. Das gilt ganz besonders für die momentan in Magdeburg laufenden „German Open“, inzwischen bereits zum vierten Mal zu Gast in der Ottostadt. „Natürlich rechnen wir auch diesmal wieder mit Impulsen für unseren Verband und zwar in vielerlei Hinsicht“, sagt Konrad Richter, seit Mai 2015 Präsident des TTVSA. „Das Turnier trägt erheblich dazu bei, dass Tischtennis in der Region als attraktiv wahrgenommen wird, auch als anspruchsvoller Leistungssport“, ist Richter überzeugt. Nicht minder wichtig ist aus seiner Sicht indes die Innenwirkung: „Ein Besuch des Turniers strahlt anschließend immer auch auf die Vereine aus, trägt zur Identifikation mit unserem Sport bei und steigert zweifellos die Motivation, vor allem bei den Jugendlichen.“

Nicht von ungefähr hat man im Verbandsgebiet eine ganze Reihe von Gruppenfahrten zur GETEC-Arena organisiert. Im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend, dass der Verband hier personell ohnehin sehr stark vertreten ist. „65 bis 70 Prozent der insgesamt fast 150 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stellt der TTVSA“, weiß der Verbandschef, der selbst von der Basis kommt und den Bezug zur Praxis dort nie verloren hat. Was fraglos auch an den unterschiedlichen Aufgaben geschuldet sein dürfte, die der 59-Jährige in den zurückliegenden Jahrzehnten wahrgenommen hat.

Allein schon die Gründung und Entwicklung seines Heimatvereins SG Aufbau Scherz ist hier schon eine Geschichte für sich. Heute kaum noch vorstellbar sind für unsereins die Verhältnisse in dem ehemaligen Schafstall, den der Bürgermeister des 300 Seelen-Dorfes nahe Halle seinerzeit den Tischtennis-Enthusiasten zur Verfügung gestellt hat. 1972/73 war das und sage und schreibe bis 2006 war das Provisorium sportliche Heimat des Klubs. Ist es auch heute noch, allerdings jetzt in gründlich sanierter und ausgebauter Form. Und an Betrieb mangelt es nicht: Sieben Herren-, zwei Damen- und einige Jugendmannschaften beleben inzwischen das Quartier, die besten von ihnen auch schon in höheren Spielklassen.

So in etwa will der Präsident auch den Verband weiterentwickeln. „Wir haben einen Plan“, sagt Konrad Richter, dabei stehe die Nachwuchsförderung im Vordergrund. „Kleine Schritte jedenfalls und keine Träumereien.“ Erfreulich: „Das sportliche Niveau ist schon gestiegen“, hat er beobachtet, das ließe sich auch an Zahlen und Ergebnissen belegen.

Maßgeblich dazu beigetragen hat aus Richters Sicht die seit drei Jahren im Verband tätige Landestrainerin Linda Renner. „Sie ist mit viel Herz bei der Sache und versteht sich im Umgang mit ihren Schützlingen“, lobt der Chef, der nur zu gerne noch weitere Trainer beschäftigen würde. „Aber für mehr als einen reicht es nicht.“ Wie überhaupt der TTVSA gerade mal zwei Hauptamtliche beschäftigen kann, neben der Trainerin noch den Geschäftsführer.

Gleichwohl hat sich der Verband Richter zufolge auch schon im Vorfeld der „German Open“ auf verschiedene Weise engagiert, hat dem DTTB und der TMG wertvolle Kontakte zu lokalen Einrichtungen und Firmen vermittelt sowie die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Mit ausnahmslos positiven Erfahrungen. „Die Zusammenarbeit mit DTTB und TMG war ausgezeichnet“, bilanziert der Präsident. Gleiches gelte für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), der sich als Medienpartner bestens bewährt habe. Mit Fernsehen und Radio gleichermaßen übrigens.

Auch über mangelnde Präsenz in gedruckter Form mag Richter nicht klagen. Im Gegenteil. „Die Magdeburger Volksstimme hat enorm zum Bekanntheitsgrad des Turniers beigetragen, in der Phase davor nahezu täglich berichtet“, freut sich Konrad Richter. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen: „Unser Ziel sind an den letzten drei Tagen insgesamt mindestens 10 000 Besucher.“ Am Ende kommen 12.500 Zuschauer in die Halle – ein Drittel mehr als 2014. Neben der guten Werbung für das Event, seien die herausragende Besetzung des Turniers und die Erfolge der Deutschen ausschlaggebend. Und der gelernte Maschinenbau-Ingenieur, der schon seit März 1991 als Berater für ein großes Leasing-Unternehmen arbeitet, sieht auch die Heim-WM selbst dagegen in Düsseldorfer nicht als Handicap, im Gegenteil. „Nein, eine Übersättigung an Tischtennis können wir bei uns nicht feststellen“, berichtet Richter, schließlich seien ja nicht so viele aus dem Verbandsgebiet selbst dort gewesen. Überdies ermöglicht der TTVSA natürlich auch allen Aktiven einen Besuch in der GETEC-Arena. Der Präsident: „In allen Ligen ist an diesem Wochenende spielfrei.“

Willi Baur

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